Mary Beard: Frauen und Macht.

Ein Manifest.

Die aktuelle Debatte zu Feminismus, Gleichberechtigung und #MeToo hat eine starke Stimme hinzubekommen: Mary Beard. Beard ist Althistorikerin, 63 Jahre alt und Expertin für Pompeji und Rom. Aus der historischen Perspektive erklärt Beard, warum die abendländische Kultur jahrtausendelange Übung darin habe, Frauen zum Schweigen zu bringen. Auch das Brechen des Schweigens in der #MeToo Debatte erläutert sie und hilft sie im historischen Kontext einzuordnen.

Beard verfasst hier ein Manifest, das sich leidenschaftlich, streitbar und humorvoll mit anzuprangernden Themen wie Frauenfeindlichkeit und Sexismus auseinandersetzt.

Auch die denunzierende Abwehr der Rede der Frauen, ihr Niedermachen und die abwartende Haltung gegenüber der öffentlichen Rede von Frauen erklärt Beard historisch: die Rede sei ein Merkmal von Maskulinität. Eine Frau, die in der Öffentlichkeit spreche, sei daher "qua Definition keine Frau" mehr – Belege für diese These sieht sie im öffentlichen Habitus von Margaret Thatcher, Angela Merkel oder Theresa May. Und oft sei nicht kritisiert, was eine Frau sage, sondern, dass sie überhaupt etwas sage. Die Sagen und Geschichten scheinen zu sagen: "Die Rede ist Sache der Männer“. Beard beweist hier genau das wunderbare Gegenteil!

Übersetzt von Ursula Blank-Sangmeister.

Beard, Mary
Fischer, S. Verlag GmbH
ISBN/EAN: 9783103973990
12,00 € (inkl. MwSt.)