Mohsin Hamid: Der letzte weiße Mann.

Als Anders eines Morgens erwachte, fand er sich in seinem Bett zu einem dunkelhäutigen Mann verwandelt…

Was kafkaesk anmutet, bestimmt von einer Sekunde auf die nächste nicht nur Anders‘ Leben, sondern auch das seines Vaters, seiner Freundin Oona, sowie deren zur Verschwörungstheorien neigender Mutter. Der Weg zur Arbeit fühlt sich plötzlich bedrohlich an, die Blicke der Gewichte stemmenden weißen Männer im Gym sorgen für spürbare Spannungen, abends ist es schnell nicht mehr sicher.

Es dauert nicht lange bis sich noch weitere Menschen in dergleichen Situation wie Anders befinden – ebenso schnell kommt es auch vermehrt zu Gewaltausbrüchen, Morden und selbsternannten Milizen gegen die vermeintliche Bedrohung.

Hamid skizziert seine Figuren nur, ihre Gedanken und Gefühle sind jedoch stark spürbar. Allem voran der Kampf mit Vorurteilen, mit denen Anders sich nun selbst begegnet, mit denen andere Dunkelhäutige auf ihresgleichen treffen, mit denen Unverwandelte ihnen gegenübertreten.

Ein sehr eindrückliches Buch!