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Buchtipps

Jetzt als Taschenbuch erhältlich: Ronald D. Gerste: Wie das Wetter Geschichte macht. (9,95€) Hitzejahre, klirrende Kälte, Sturmfluten: Eindrucksvoll zeigt Ronald D. Gerste, wie langfristige Klimaveränderungen und einzelne Wetterereignisse sich auf die Gesellschaften und die Kulturen der Menschheit auswirkten und sogar den Verlauf der Geschichte beeinflussten. Das zeigen die einzelnen Kapitel wie: „Sommer 1588: >>Der Protestantische Sturm<< rettet England vor der Armada“, „1815/1816: Das Jahr ohne Sommer“, „29. August 2005: Hurrikan Katrina“…

Alljährlich wird in Berlin offiziell der Berliner Luftbrücke gedacht. Jetzt, anlässlich des 70. Jahrestages dieses ersten großen Konflikts im Kalten Krieg, ist beim Ch. Links Verlag ein Buch herausgekommen, das sich kritisch mit der damaligen Rezeption und der heutigen Bewertung auseinandersetzt, angefangen beim Begriff Luftbrücke. Zahlreiche Autorinnen und Autoren widmen sich diesem Ereignis der Blockade West-Berlins, die von Juni 1948 bis Mai 1949 ging: Corine Defrance, Bettina Greiner, Ulrich Pfeil (Hg.): Die Berliner Luftbrücke. Erinnerungsort des Kalten Krieges.

2018 ist ja bekanntlich das Jahr mit vielen historischen Jahrestagen. Von 1968 und den studentischen Revolten ist viel die Rede, und entsprechende Bücher über Rudi Dutschke & Co. gibt es zuhauf. Nicht vergessen sollte man das Jahr 1968 in Zusammenhang mit dem Prager Frühling. Martin Schulze Wessel hat mit Der Prager Frühling. Aufbruch in eine neue Welt (28,00€) eine über 300 Seiten umfangreiche historische Darstellung geschrieben, die geeignet ist, sich die revolutionären und Reformprozesse in der CSSR anzueignen.

Dieses Buch wird zur Zeit kritisch und kontrovers diskutiert, weil es zum Beispiel in Deutschland auch als Beitrag zur „Islam-Debatte“ verstanden wird, die Bundes-Innenminister Seehofer jüngst provoziert hatte. De Bellaigues Verdienst mit diesem Buch ist zunächst einmal sein Blick in die Geschichte der islamischen Welt. Er zeigt auf, daß es auch nach 1800 in den „Staaten“ (manche Regionen, um die es hier geht, waren Kolonien von europäischen Staaten oder gehörten zum türkischen Reich) eine Aufklärung gab und das Bestreben nach Säkularität und Demokratie.

Was haben Tyrannosarus rex und der Sperling („Spatz“) gemeinsam? Sie sind nahe Verwandte. Denn alle heutigen Vögel stammen von den Dinosauriern ab. Warum wurde die Tischerlertochter Mary Anning 150 Jahre nach ihrem Tod von der britischen Royal Society zu den 10 einflussreichsten Naturwissenschaftlerinnen gekürt? Sie hatte zu Lebzeiten um 1800 die damals größte Fossiliensammlung in Großbritannien und entdeckte das erste vollständige Skelett des Ichthyosaurus („Fischechse“).

Der Wissenschaftsjournalist Ed Yong tritt an, das Zitat von Orson Welles zu widerlegen: „Wir werden allein geboren, wir leben allein und wir sterben allein.“ Stattdessen führt er uns in die Welt der Mikroorganismen und verändert ganz nebenbei unser Verständnis vom autonomen Individuum – ob menschliches Tier oder nicht. Neben einem historischen Teil über das Wissen über Mikroben, finden sich viele aktuelle Forschungserkenntnisse, Beispiele von erstaunlichen Symbiosen und deren Einfluss auf Gesundheit und Krankheit.

Ein neuer wunderbarer Band in den Naturkunden des Matthes & Seitz Verlags aus Berlin: Eva Meijer schließt eine Lücke, über die sie sich Zeit ihres Philosophie-Studiums wunderte: Die Abwesenheit von Tieren und insbesondere deren Kommunikationsformen in der westlichen Philosophie. Während sich viele Tiere Namen geben und sich damit ansprechen, erläutert Meijer, warum schlechte Ergebnisse im Spiegeltest (der mit dem bunten Punkt auf der Stirn, über den herausgefunden werden soll, welche Tiere ein Selbstbewusstsein haben) auch kulturell bedingt sein können.

Der Band präsentiert in einer exklusiven Zusammenstellung rund 140 Architekturzeichnungen und Darstellungen mit architektonischem Inhalt aus der heute 35.000 Zeichnungen umfassenden Architektursammlung der Albertina. Die Arbeiten stammen u.a. von den einflussreichsten Architekten ihrer Zeit, darunter Giulio Romano, Gian Lorenzo Bernini, Francesco Borromini, Johann Bernhard Fischer von Erlach, Theophil Hansen, Otto Wagner, Adolf Loos, Frank Llyod Wright, Clemens Holzmeister, Josef Frank, Hans Hollein und Zaha Hadid.

Thomas Fischermann nimmt uns mit in eine verborgene Welt, in eine Welt von der manche vielleicht auch gar nichts wissen wollen. Die Zerstörung der Regenwälder der Erde (in diesem Fall des Amazonas) - sei es zur Holzverarbeitung oder Brandrodung ist ein dramatisches Problem, was alle Menschen, ob unmittelbar beeinflusst oder nicht, betrifft. Der Autor hat auf einer seiner Reisen in den Amazonas den Krieger Madarejuwa Tenharim kennengelernt. Er hat ihn jahrelang begleitet und kennt sein Volk wohl so gut wie niemand in Europa.

Das neue Buch von einem der bekanntesten und renommiertesten Astrophysiker unserer Zeit! Das Buch ist kurz und knapp geschrieben und auf nicht einmal 200 Seiten schafft es der Autor den Leser*innen den derzeitigen Forschungsstand über das Universum näher zu bringen. Wer sich jetzt vor unverständlichen, einschläfernden Erklärungen und Gleichungen fürchtet liegt falsch. deGrasse Tyson schafft es, dieses komplizierte Thema mit einfacher Sprache und gekonnten Erläuterungen vergleichsweise massentauglich zu machen.