0

Buchtipps - Frauensachbuch

Überall können wir es lesen: das Patriarchat ist am Ende! Doch ändert sich in der Wirklichkeit meist sehr wenig, oder nur mühevoll und langsam. Woran liegt das? Wo doch die meisten Menschen merken, dass die Strukturen, so wie sie sind, uns weder glücklich noch zufrieden machen? Einerseits sind da jene Personen, die Vorteile aus dem Patriarchat ziehen, die die Macht in den Händen halten und kein Interesse daran haben, dass sich etwas ändert.

Unter dem Titel „Alles über Liebe. Neue Sichtweisen“ entwirft die amerikanische Kulturkritikerin bell hooks eine neue Ethik, in der Liebe das Leitbild bildet. Denn an dieser fehlt es, so hooks, unserer polarisierten Gesellschaft. Provozierend, aber mit scharfem Verstand, fordert hooks statt Selbstbezogenheit und Narzissmus ein Besinnen auf Fürsorge, Anteilnahme und Gemeinschaftsgeist und liefert zugleich eine einsichtsvolle Analyse der Gegenwart.

Eine Unabhängigkeitserklärung.

Rebecca Solnit, die Autorin von „Wenn Männer mir die Welt erklären“, reflektiert in ihrem neuen Buch über die ihr von Journalisten hartnäckig immer wieder gestellte Frage: "Warum haben Sie keine Kinder?"

Willkommen im Club der Wilden! Kennen Sie das? Mal wieder um 3:40 Uhr wach gewesen? Im eigenen Saft gelegen? Oder ständig gefroren? 3 Wochen lang die Periode gehabt? Dann wieder 3 Monate nicht? Dünnhäutig wie in der Pubertät? Leicht reizbar? Oder auch stärker??? Und dabei das Gefühl, dass das Ganze sich wie ein never ending PMS anfühlt?

Zicken, Diven, Schreckschrauben: Frauen, die ihrer Wut freien Lauf lassen, haben schnell einen schlechten Ruf. Doch weibliche Wut ist ein Geschenk, und wir müssen lernen, sie als solches wahrzunehmen. Das Frauenwahlrecht, #Aufschrei und der Women's March: Richtig eingesetzt, kann Wut zu einer mächtigen Waffe gegen persönliche und politische Unterdrückung werden und uns helfen, die Welt zu verändern.

Die aktuelle Debatte zu Feminismus, Gleichberechtigung und #MeToo hat eine starke Stimme hinzubekommen: Mary Beard. Beard ist Althistorikerin, 63 Jahre alt und Expertin für Pompeji und Rom. Aus der historischen Perspektive erklärt Beard, warum die abendländische Kultur jahrtausendelange Übung darin habe, Frauen zum Schweigen zu bringen. Auch das Brechen des Schweigens in der #MeToo Debatte erläutert sie und hilft sie im historischen Kontext einzuordnen.

Versorgerin, Businesswoman, Mom I’d like to fuck – Mütter sollen heute alles sein und dabei bitte glücklich. Egal, ob es um Arbeit, Geld, Sex, Körper, Psyche oder Liebe: Stereotype, Klischees und gesellschaftlichen Druck gibt es überall, auf Instagram, im Bett und im Büro. Dass unter diesem Druck das Wohlbefinden leidet, ist kein Wunder.

Wollten wir innerfeministische Debatten in Deutschland polemisch zusammenfassen, könnten wir es auf zwei Gegensatzpaare reduzieren: Emma vs. Missy Magazine und Alice Schwarzer vs. Judith Butler. Wollen wir aber nicht!

Geschlechterspezifische Gehaltsunterschiede sind jedem ein Begriff - aber was ist mit geschlechterspezifischen Unterschieden bei der Erhebung wissentschaftlicher Daten? Die Warteschlange vor der Toilette, die zu niedrige Durchschnittstemperatur im Büro oder die falsche Dosierung von Medikamenten: Unsere Welt ist nicht für Frauen gemacht, ja, sie kann sogar tödliche Folgen für sie haben.