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Buchtipps - Krimi

In diesem Herbst gibt es wirklich überraschende Neuerscheinungen auf dem Krimibuchmarkt. Die verrückteste ist wohl "State of Terror", denn in dieser haben sich Hillary Clinton und die kanadische Erfolgsautorin Louise Penny zusammengetan und ihr geballtes Wissen vereint. Herausgekommen ist ein packender Polit-Thriller über die hohen Einsätze im internationalen Intrigenspiel - und nicht zuletzt bietet "State of Terror" auch einen spannenden Blick hinter die Kulissen des globalen Dramas. Hier werden Details preisggeben, die nur eine Insiderin kennen kann.

Auf einem Hausboot in London wird eine Leiche eines brutal ermordeten jungen Mannes gefunden. Besonders drei Frauen geraten danach ins Visier der Ermittlungen. Laura, die nach einem One-Night-Stand mit dem Opfer zuletzt am Tatort gesehen wurde. Carla, die Tante des Opfers, bereits in Trauer, weil sie vor kurzen schon eine Angehörige verlor. Und Miriam, die neugierige Nachbarin, die als erste auf die Leiche stieß und etwas vor der Polizei zu verbergen scheint.

Intrigen und Mord im schwedischen Literaturbetrieb. Der erfolgreiche Autor Franz J. Lunde fühlt sich von seinem Publikumbedroht.Nach einer Lesung in Kymlinge ist er plötzlich spurlos verschwunden. Kurze Zeit später wird die bekannte Lyrikerin Maria Green vermisst. Die Polizei ist ratlos. Als ein halbes Jahr später der Autor und Literaturkritiker unauffindbar ist, nimmt Kommissar Barbarotti die Ermittlungen auf. Was verbannt die drei? Was ist ihnen zugestoßen?

Während in Nürnberg über die Hauptkriegsverbrecher gerichtet wird, arbeitet man in einem Camp der U.S.Army bei Frankfurt längst wieder mit Nazi-Tätern zusammen. Im Maschinenraum des Kalten Krieges haben Pragmatiker das Sagen, an deren Zynismus Paula Bloom verzweifelt.

Inspector Macbeth ist ein guter Cop. Er kennt sich bestens aus in seiner Stadt.

Ein psychologisch raffiniert geschriebener Thriller von einem der besten US-amerikanischen Krimi- und Drehbuchautoren (Mystic River & Shutter Island). Die Personen: Rachel Childs und Brian Delacroix. Sie führen eine sehr harmonische Ehe, Brian verdient gutes Geld, sie erholt sich von ihrer beruflichen Krise. Dann ist da noch Elisabeth Childs, Rachels Mutter, seit Jahren tot, doch hat die berühmte Psychologin zu Hause ihre Tochter tyrannisiert, was Rachel auch nach ihrem Tod beeinflußt. Außerdem: Caleb, der Arbeitskollege von Brian, der sich später mit Rachel zusammenschließt.

Max Annas‘ Romane sprengen die Genregrenzen des Kriminalromans: Nach „Illegal, seinem letzten Krimi, in dem ein Flüchtling aus Ghana ohne Aufenthaltserlaubnis als „Illegaler“ in Berlin lebt und auf eigene Faust einen Mörder ausfindig macht, schaut der Autor mit „Finsterwalde“ in ein Deutschland in 20 Jahren: Die Europäische Union gibt es nicht mehr, jedes Land schottet sich mit streng kontrollierten Grenzen vor jeglicher Einwanderung ab.

Ein feines Gespinst von Intrigen und kriminellen Machenschaften von Wirtschaftsbossen, Geheimdiensten und Seilschaften. Man kennt sich, man trifft sich und lotet aus, was als nächstes kommt. Diesmal wird ein führender Mitarbeiter von Orstam, eine französische Firma, die die nationale Atomindustrie mit wichtigen Bauteilen versorgt, in den USA verhaftet. Die US-amerikanische Justiz wirft ihm Korruption zu Schaden der US-Wirtschaft vor.

"Sympathy for the devil". Im ersten Kapitel stellt uns der Ich-Erzähler einen Kerl vor, der ein erfolgreicher Drogenboss ist, der raubt, betrügt und manchmal sogar mordet. Am Schluß dieses Kapitels sagt der Erzähler: "Ich hasse diesen Kerl. Ja, dieser Kerl bin ich."  Sein Name: Jack Price. Sein Problem: Er hat sich mit den falschen Leuten angelegt. Diese hetzen ihm die "Bruderschaft" auf den Hals, sieben der besten Auftragskiller in den USA.

Gleich vorneweg: Dieser Roman von Wolfgang Schorlau, der seinen Privatermittler Georg Dengler den neunten Fall lösen lässt, ist ein Lehrstück über die Zeitgeschichte Deutschlands und Europas, erzählt in einem Krimi; meisterhaft werden Fakten und Fiktionen zu einem spannenden Thriller gemischt. Und so fängt die Geschichte vom griechischen Drama an 1941 bis 1945, das seine Fortsetzung in der heutigen „Griechenlandkrise“ findet: