Schuld

Interdisziplinäre Perspektiven auf ein Konstitutivum des Menschseins
ISBN/EAN: 9783958322332
Sprache: Deutsch
Umfang: 388 S.
Format (T/L/B): 2.8 x 22.2 x 14 cm
Auflage: 1. Auflage 2020
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'Schuld' ist ein Basisbegriff in vielen Wissenschaftszweigen. Offensichtlich ist die Funktion von Schuld in der Rechtswissenschaft, wo sie einerseits im Strafrecht und andererseits im Zivilrecht das Fundament für die Rechtsmaterie bildet. In der Philosophie befasst sich vor allem die Ethik mit der wie auch immer definierten Schuld. Die antiken Tragödien drehen sich um verschuldetes wie unverschuldetes Unheil. In der Geschichtswissenschaft wird etwa die Frage nach der Kriegsschuld seit jeher intensiv erörtert. In der Wissenschaftsgeschichte wird über die mit wissenschaftlichen Entdeckungen einhergehende Schuld disputiert. Soziologie, Kunst- und Kulturwissenschaften befassen sich mit in den heutigen pluralistischen Gesellschaften medial und diskursiv präsenten Formen von Schuld. In der Medizin und in den Naturwissenschaften wird die Quantifizierung und Messbarkeit von Schuld sowie ihr eventueller evolutionärer Vorteil erforscht. Und in der Theologie ist die persönliche Schuld Maßstab für die Beurteilung des Menschen am dies irae. Diese Wissensfelder werden in dem vorliegenden Band miteinander in Beziehung und somit ein fruchtbarer interdisziplinärer Diskurs ins Werk gesetzt.
Christian Bachhiesl ist Historiker, Althistoriker und Jurist und habilitierte im Fach der Wissenschaftsgeschichte und der Historischen Epistemologie. Er ist Kustos und Kurator des Hans Gross Kriminalmuseums, Stellvertretender Leiter der Universitätsmuseen der Karl-Franzens-Universität Graz, Lektor am Institut für Geschichte und am Institut für Strafrecht, Strafprozessrecht und Kriminologie der Karl- Franzens-Universität Graz.